Elektrotechnik und Informationstechnik

Die klassische Elektrotechnik beschränkte sich auf den Bereich der elektromagnetischen Erscheinungen und Gesetzmäßigkeiten und deren technische Nutzung, wie z.B. in der Nachrichten- und Hochfrequenztechnik oder in der elektrischen Energietechnik. Bedingt durch die Entwicklung vor allem im Bereich der Computertechnik hat sie sich daneben längst zu einer allgemeinen Systemtechnik entwickelt mit Anwendungen in nahezu allen technischen Bereichen. Ergänzt durch mathematische und systemtheoretische Konzepte wird eine tragfähige Basis für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der Elektrotechnik und Informationstechnik mit vielen anderen Fachdisziplinen (z.B. Informatik, Biotechnologie, Medizintechnik oder Nanotechnologie) geschaffen.

Die wissenschaftliche Ausbildung zur Ingenieurin oder zum Ingenieur an einer Universität zeichnet sich durch eine deutliche Betonung der theoretischen Grundlagen und der wissenschaftlichen Methodik aus. Die Ausbildung soll gewährleisten, dass die Studierenden neben einer generellen Sachkompetenz auch eine Methodenkompetenz erwerben, die sie in die Lage versetzen, die in ihrem Tätigkeitsbereich auftretenden Aufgabenstellungen zu analysieren, sie selbständig und eigenverantwortlich zu lösen, und darüber hinaus durch die Erarbeitung neuer Erkenntnisse und Methoden den Wissensstand in ihrem Fachgebiet zu erweitern.

Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik sind in fast alle Lebensbereiche eingedrungen. Daher steht Ingenieurinnen und Ingenieuren der Elektrotechnik und Informationstechnik ein entsprechend weiter Bereich von Beschäftigungsmöglichkeiten in den verschiedensten Branchen offen:

  • Klassische Arbeitsgebiete sind die Elektroindustrie, die Informations- und Kommunikationstechnik und die Energietechnik.
  • In einer Vielzahl von Branchen gilt die Elektrotechnik und Informationstechnik als Schlüsseltechnologie: Maschinenbau, Automatisierungstechnik, Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Verfahrenstechnik, Medizintechnik, Umweltschutztechnik, usw.
  • Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten Elektroingenieurinnen und Elektroingenieure an Hochschulen sowie an anderen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Forschungseinrichtungen.


Die zahlreichen Spezialgebiete der Elektrotechnik lassen sich vier Hauptgruppen zuordnen:

  • Informationstechnik: Telekommunikation; drahtgebundene und drahtlose Datenübertragung; Audio- und Videotechnik; Mobilfunk; Navigation; Radartechnik; Verkehrsleittechnik; Computertechnik
  • Mikroelektronik und Mikro- bzw. Nanosystemtechnik: Entwicklung, Herstellung, Montage, Test und Qualitätskontrolle (z.B. von integrierten Schaltungen oder von Sensoren); Softwareentwicklung für den rechnergestützten Entwurf von Systemen, Schaltungen und Bauelementen
  • Mess-, Regelungs- und Automatisierungstechnik: Automatisierungs- und Produktionsprozesse, mathematische Modellierung technischer Prozesse; Robotik, Sicherheitstechnik und Motormanagement im Automobil; Telematik
  • Elektrische Energietechnik: Erzeugung, Übertragung und Verteilung von elektrischer Energie sowie ihre Anwendung

 

Detaillierte Informationen zu dem Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik, finden Sie auch auf den Seiten der Universität.


Weitere Informationen zur Elektroingenieurin bzw. zum Elektroingenieur bietet der Verband der Elektrotechnik (www.vde.de) und der Verein Deutscher Ingenieure (www.vdi.de).

Lehrstühle und Professuren